PARKS ist ein programmatischer Vorstoß in eine neue Richtung – eine gemeinsame Aushandlung von dem, was öffentlicher Raum sein kann, eine neue Möglichkeit öffentliche Grünräume zu denken, zu planen, zu gestalten, zu nutzen und somit neue Praktiken der gemeinschaftlichen Planung zu schaffen.

Ausgehend von dem Verständnis, dass die Nachbar*innen selbst die besten Planer*innen sind, soll hyperlokales Wissen der Nachbarschaften in die langfristige räumliche Planung eingeschrieben werden.

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Der Alster-Bille-Elbe-Grünzug wird nach Fertigstellung eine vier Kilometer lange, grüne Wegeverbindung in Hamburg sein, die unterschiedliche Landschaftsachsen und Stadtteile miteinander verbindet. Die Wegeverbindung befindet sich derzeit auf unterschiedlichen stadtpolitischen Ebenen in der Konzeption oder Umsetzung. 2018 schrieb die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft [BUKEA] die ›temporäre Bespielung und Belebung‹ des Grünzugs öffentlich aus. Eine Gruppe aus lokal Aktiven, der gemeinnützige Hallo: Verein zur Förderung raumöffnender Kultur e.V., das Landschaftsarchitekturbüro atelier le balto und das Architekturbüro Studio um- schichten hat sich zu einer Arbeitsgemeinschaft (Arge HALLO: Park) zusammengeschlossen und erhielt auf Basis ihres Konzepts den Zuschlag zur (temporären) Entwicklung von Alster-Bille-Elbe PARKS – kurz PARKS.

»Die ans Unvorstellbare grenzende, aber umso realere Geschichte des angestoßenen PARKS Projekts ist eine der Kontaktaufnahme, der Partizipation und der künstlerischen Verkettung in der Planung eines Parks. Sie handelt von Korsetten und Lücken des Systems, von Aushandlungen und von Begegnungen mit Zufällen. Sie ist eine vom Ernstnehmen des Symbolischen und der Kraft, Fiktives real werden zu lassen. Sie erzählt von Kollektiven im Sinne Bruno Latours, in der Akteur*innen und Aktanten gemeinsam agieren und Handlungsweisen des Transformationsprozesses wechselseitig produzieren. Die Geschichte beginnt an einem Ort mit Seltenheitswert. Sie lässt sich nicht in konsequenter Linearität erzählen, zu komplex sind die Verflechtungen der Ereignisse und Handlungsweisen, und doch lässt sich dokumentiert was ist und was war: die Selbstorganisation, die unermüdliche Entwicklungsdynamik, die verzwickten (Besitz)Interessen, die Aushandlungen von Visionen und die partizipative Methodik des Projekts PARKS.«

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photo: antje sauer info
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